Ferrium® C61
(Getriebestahl)
Die überlegene Alternative
Ferrium® 61 ist ein einsatzgehärteter Getriebestahl mit ultrahochfestem Kern.
Fortschritte im Design von Rennmotoren und die gesteigerte Motorleistung haben zu einer Zunahme von Ausfällen bei Klauenringen, Zahnrädern, Nockenwellen, Eingangswellen, Zahnstangen und Ritzeln geführt.
Entwicklungsgeschichte:
Das Konstruktionsziel für Ferrium® C61 war die Entwicklung eines hochleistungsfähigen, sekundärhärtbaren Getriebe- und Lagerstahls mit ähnlichen Oberflächeneigenschaften wie herkömmliche Getriebestähle wie AISI 9310 und EN36C. Allerdings mit den zusätzlichen Vorteilen eines ultrahochfesten Kerns und einer ausgezeichneten Bruchzähigkeit. Ferrium® C61 gehört zu einer neuen Klasse von martensitischen sekundärhärtbaren Getriebe- und Lagerstählen, die eine effiziente M2C-Ausscheidungshärtung nutzen. Aufgrund der Effizienz dieser Härtung ist eine überlegene Kombination von Eigenschaften für eine bestimmte Anwendung möglich. Ferrium® C61 wurde entwickelt, um aufgekohlte Oberflächeneigenschaften (60-62 HRC) ähnlich wie herkömmliche Getriebestähle wie AISI 9310 und EN36C zu bieten, mit dem zusätzlichen Vorteil eines ultrahochfesten Kerns und einer ausgezeichneten Bruchzähigkeit.
Vorteile:
Ferrium® C61 ist eine überlegene Alternative zu herkömmlichen Getriebeprodukten wie AISI 9310 und EN36C für neue kleinere, leichtere und hochtemperaturbeständige Bauteilkonstruktionen oder zur Aufwertung des Materials in einem bestehenden Bauteil, bei dem eine Neukonstruktion nicht möglich ist. Ferrium® C61 hat ähnliche Oberflächenverschleiß-Eigenschaften wie gängige kommerzielle Legierungen, bietet jedoch einen ultrahochfesten, hochzähen und hochtemperaturbeständigen Kern. Weitere Merkmale sind eine hervorragende axiale und STBF-Ermüdungsbeständigkeit. Ferrium® C61 ist besonders vorteilhaft für die Reduzierung von Größe und Gewicht von integrierten Antriebswellen.
Verarbeitung:
Ferrium® C61 ist ein Hochtemperatur-Aufkohlungsprodukt. Lösungsglühen und Aufkohlungsbehandlung werden kombiniert. Die Legierung wird direkt aus der Aufkohlungstemperatur abgeschreckt. Nach dem Abschrecken auf Raumtemperatur wird Ferrium® C61 in flüssigen Stickstoff getaucht, um eine vollständige martensitische Umwandlung sicherzustellen. Es wird in der Regel bei 900 °F (482 °C) angelassen und weist bei dieser Temperatur eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit auf. Auf Wunsch kann die Aufkohlung durch Nitrieren ersetzt werden, was zu einer verbesserten Oberflächenhärte führt. Die Verwendung von Nitrieren und Einsatzaufkohlung kann zu einer spröden Oberfläche führen, was zu einer Abplatzung unter der Oberfläche und einer deutlich geringeren Lebensdauer führt. Anwender sollten interne Versuche durchführen, bevor sie diese Kombination in Betracht ziehen.
Aufkohlen:
Die Einsatzaufkohlung erzeugt einen Gradienten im Volumenanteil der M2C-Karbide und erhöht die Härte und die oberflächliche Druckeigenspannung. Die Effizienz der M2C-Verfestigungsreaktion ermöglicht es dieser Stahlklasse, eine sehr hohe Oberflächenhärte bei reduziertem Kohlenstoffgehalt zu erreichen. Somit erreicht diese Stahlklasse eine sehr hohe Oberflächenhärte ohne die Bildung schädlicher Primärkarbide. Für eine hervorragende Ermüdungsfestigkeit empfehlen wir ein abschließendes Kugelstrahlen.
- Ultrahochfester Kern
- Ausgezeichnete Bruchzähigkeit
- Einsatzgehärtet
- Hohe Oberflächenhärte
- Zahnräder
- Lager
- Antriebswellen
- Nockenwellen




